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Sein Leben wird zerstört

D.N.T., Parkstein, 11.12.2010, phs

Justiz verfügt nach wie vor über keine konkreten Vorwürfe gegen Pfarradministrator Jakob Eder

Der Fall des suspendierten Pfarradministrators Jakob Eder gibt weiter Rätsel auf. Das mutmaßliche Opfer, das den Geistlichen des sexuellen Missbrauchs bezichtigt, hat sich noch nicht bei der Staatsanwaltschaft gemeldet.

Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer ist dennoch zuversichtlich, dass er in der Angelegenheit vorwärts kommt: "Es gibt gewisse Vorstellungen zur Ermittlungstaktik, aber wir sehen uns nicht unter Zeitdruck."

Doch mit jedem Tag, der verstreicht, steht der Beschuldigte länger am Pranger, obwohl auch die Diözese Regensburg ausdrücklich betont, dass bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung für Eder gilt. Am Dienstag war das Bistum mit den Vorwürfen gegen den Pfarradministrator an die Öffentlichkeit gegangen - gemäß den neuen Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz, wie Pressesprecher Clemens Neck betont. Den Namen Eder habe man gleich mitgeliefert, weil der Pfarradministrator im Gespräch mit Generalvikar Michael Fuchs geäußert habe, dass er ohnehin von sich aus zu den Vorwürfen gegenüber der Pfarrgemeinde Stellung beziehen werde.

Damit sieht die Diözese ihren Part zunächst mal als erledigt an. "Wir sind keine Ermittlungsinstanz. Wir haben das `Opfer´ aber darauf aufmerksam gemacht, sich an die Staatsanwaltschaft zu wenden", erklärte Neck. Die Entpflichtung Eders sei erfolgt, "um den Pfarradministrator zu schützen".

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Formulierung in der Mitteilung aus Regensburg, dass Details der angeblichen Verfehlung "auf Wunsch der Seite des Opfers" nicht bekannt gegeben werden. Das könnte eventuell darauf hindeuten, dass das mutmaßliche Opfer sich gar nicht selbst in Regensburg gemeldet hat.

In Parkstein herrscht inzwischen Fassungslosigkeit über die Vorgänge (Seite 20). Bürgermeister Hans Schäfer hat an Bischof Gerhard Ludwig Müller bereits einen geharnischten Brief geschrieben, in dem er seinem Ärger über den Umgang mit Eder Luft macht. "Er ist ein überaus beliebter Seelsorger. Sein Leben wird zerstört. Die ganze Gemeinde steht hinter ihm", sagt der Rathauschef. Er habe über die Vorwürfe auch selbst mit Eder gesprochen. "Er kann es sich nicht erklären. Und es ist mit Sicherheit nichts aus seiner Parksteiner Zeit." Eder betreut seit 2001 die katholischen Gemeinden Parkstein und Kirchendemenreuth.