Sie sind hier: Historisches / Kirchen / Kapellen / Schwand Kapelle Mariä Verkündigung

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat. Ut wisi enim ad minim veniam, quis nostrud exerci tation ullamcorper suscipit lobortis nisl ut aliquip ex ea commodo consequat.

Kapelle in Schwand

1851

In der Ortschaft Schwand bestand nachweislich schon 1851 eine Dorfkapelle. (5)

1856

Schreiben von Jakob Düval von der Glockengießerei Amberg vom 21. Juli 1856:
Hochwürdiger Herr Pfarrer! .... daß die Glocke nach Schwand fertig und zu jeder Stund kann abgeholt werden. Sie wiegt netto 60 Pfund. (5)

1910   

Die Dorfkapelle in Schwand wurde im Jahre 1910 von dem Baumeister Josef Weidner aus Schwand auf seinem eigenen Grundstück neben seinem Wohnhaus gebaut. Zuvor bestand in Schwand bereits eine Holzkapelle, die aber im Laufe der Zeit zusammengestürzt war. (48)

1911

1911 wurde die Kapelle von Pfarrer Johann Mühlfenzl benediziert. Zugleich wurde sie mit einem neuen Kreuzweg ausgestattet, den die „Kunstanstalt“ Josef Müller in München lieferte. (5)

Schreiben vom Bischöfl. Ordinariat Regensburg, J. Hierl,
vom 25. Oktober 1911:
Auf das Gesuch vom 18. d.M. hin erteilen wir die oberhirtliche Erlaubnis und Vollmacht zur Weihe der neuerrichteten Kapelle in Schwand.
Bei der Weihe, welche ganz einfach ohne besondere Feierlichkeit vorgenommen werden soll, zu der Herr Pfarrer auch einen anderen Priester abordnen kann, ist die Kapelle unter Abbetung des Ps. Miserere innen und aussen mit Weihwasser zu besprengen und ist die Oratio DEUS QUI LOCA ... RIT. ROM. pg. 160 zu beten.
Wir erteilen auch Herrn Pfarrer Mühlfenzl die Vollmacht, den Kreuzweg in genannter Kapelle zu errichten und zu weihen, setzen jedoch voraus, daß jede Kreuzwegstation mit einem hölzernen Kreuze versehen ist. Nach Errichtung und Weihe des Kreuzweges ist uns eine Abschrift der Errichtungsurkunde zu unseren Akten in Vorlage zu bringen. (5)

Schwand Kapelle; Bild Hans Hösl
1942

Während des Krieges sollte die Glocke der Dorfkapelle durch die Wehrmacht entfernt werden, um das Material zur Munitionsproduktion zu verwenden. Da die Glocke durch die Turmfenster nicht zu entfernen war, sollte der Glockenturm abgerissen werden. Durch den massiven Widerstand von Josef Weidner konnte die Glocke schließlich doch erhalten werden. (48)


1967

1967 wurde bei der Kapelle der Stromanschluß mit elektrischem Läutwerk hergestellt.  

In den 70er Jahren wurde die Kapelle durch den SPD-Ortsverein Parkstein unter Leitung von Werner Gersch frisch getüncht und der Altar restauriert. (48)

1976

Im Jahre 1976 wurde die  Dorfgemeinschaft Schwand gegründet, die sich die Ortsverschönerung sowie den Erhalt der Kulturgüter ( Dorfkapelle, Scheyerer Kreuz) zur Aufgabe gemacht hat.  Bis 6.10.1981 war Franz Zimmerer Ortsspecher der Dorfgemeinschaft.

1981

Von 11.12.1981 - 30.04.1990 war Lorenz Hösl Ortsprecher der Dorfgemeinschaft.

 


1983

1983 wurde das elektrische Läutwerk erneuert. (48) 

  

1985 wurde die Dorfkapelle von der Ortschaft Schwand vollständig renoviert:

  • Schwander Kapelle; Bild Gerl
  • Schwander Kapelle; Bild Gerl

Unter Leitung von Architekt Josef Schöberl und Ortssprecher Lorenz Hösl wurde 1985 die Kapelle außen und innen generalsaniert. Das Dach wurde abgedeckt, der Dachstuhl ausgebessert und mit neuen Dachziegeln in Eigenregie versehen. Durch ein Absinken der vorderen Fundamente ging quer durch die Kapelle ein Riss. Dieser musste durch einen Ringanker zusammengefasst und das gesamte Gebäude unterkeilt werden. Der Außenputz wurde in seiner ursprünglichen Form völlig erneuert, der Turm wurde neu mit Kupfer eingeblecht, Regenrinnen angebracht und an der Turmspitze ein Kreuz montiert (anstelle der früheren Wetterfahne).

Schwander Kapelle Innenansicht; Bild Riebl

Problematisch gestalteten sich auch die Innenrenovierungsarbeiten: Die Holzpodeste mussten erneuert und der Altar renoviert werden. Die Kirchenstühle wurden ausgebessert und das Kirchenportal in seinen ursprünglichen natürlichen Zustand versetzt. Sehr gut passt sich auch der alte, jetzt renovierte Kreuzweg, der vor einigen Jahren einer Ornamentmalerei weichen musste, in die Kapelle und ihren Stil ein.

 

 

 

 

 

 


Die Dorfgemeinschaft Schwand erbrachte ca. 1000 Stunden an freiwilligen Leistungen. Dank galt auch den vielen Organisationen und Familien die für die Renovierung einen Betrag von 5562,87 DM spendeten. Architekt Josef Schöberl arbeitete unendgeltlich und spendete auch noch den Farbanstrich und den Edelputz. Der Rest von den Gesamtkosten in Höhe von 26278,21 DM steuerte die Gemeinde Parkstein mit 9762,22 DM und die Bischöfliche Finanzkammer mit 5000 DM bei. Zugleich wurden 5953,12 DM an Eigenlmitteln von der Dorfgemeinschaft erbracht.
Am 15. August 1985 wurde die Kapelle mit einem Festgottesdienst, gestaltet von Pfarrer Leonhard Schinner und Pater Johannes Pausch, am Scheyerer Kreuz wieder ihrer Bestimmung übergeben.

Stolz war Bürgermeister Lukas auf die Schwander. Lob und Anerkennung zollte das Gemeindeoberhaupt. Lukas betonte, dass hier ein Gemeinschaftswerk entstanden sei, bei dem keine Mark unnütz oder zuviel ausgegeben wurde und bei dem der Zuschuß der Gemeinde gut angelegt sei. 

1991

Von 1.5.1991 - 30.4.2008 war Hans Hermann Konz Ortssprecher der Dorgemeinschaft Schwand.

 

2007 

Im Jahr 2007 reparierte Michael Hösl das kaputte Läutwerk der Glocke im Kapellenturm unter nicht ganz einfachen Bedingungen.

2008

Michael Hösl löste am Donnerstag, 24. April 2008, den Ortssprecher Hans Hermann Konz nach 17jähriger Tätigkeit ab - er wurde zum Vorsitzenden und zum Ortssprecher im `Gemeindeparlament´ der rund 125 Mitbürger gewählt.

Schwandner Lied

Schwand du bist mein Heimatland,
graue Felder grüne Wiesen,
liegst so schön vom Wald umgrenzt,
drin so still mein Heim erglänzt.
Jung bin ich ausgezogen,
im Alter kehr ich gern zurück,
denke an die vielen Leid und Sorgen,
die ich erlebt.
Leise nur das Bächlein rauschet,
und die Rehlein friedlich grasen.
Wo Rehe und Hirsch steht am Waldessaum,
da verlebt ich meinen Jugendtraum.
Schwand du bist mein Heimatland.

Pfarrer Ignatz Haueisen, 29.07.1947 zum Priester geweiht (Primiz 31.07.1947).
Dieses Lied wurde beim Empfang des Primizianten und der Kriegsheimkehrer beim Ortseingang in Schwand gesungen. (48)

Quellenangaben

Eine zusammenfassende Liste aller Quellenangaben - in Klammer stehende Ziffern z.B. (3) - finden Sie in unserem Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterQuellenverzeichnis.