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Pfarr- und Jugendheim

1742

Die neue Fronfeste wurde im Jahre 1742 erbaut,  wurde seit dem Jahre 1806 als Forstdienstgebäude genutzt. (4)

1755

Nachdem die Marktsgemeinde die alte Frohnfeste 1755 im Markte zu einem Rathhause angekauft und der Staat (damals schon kurpfälzisch) dafür eine neue, welche jetzt seit 1742 das Forsthaus ist, gebaut hatte ... (17)
Das 1755 errichtete Gebäude hat ein mit Ziegelpfannen gedecktes Walmdach. Eine dem Haus vorgebaute zweiflügelige Aufgangstreppe führt zum Eingang. Im Türsturz aus Granit ist das Jahr der Fertigstellung eingemeißelt. Die profilierten, zum Teil noch vergitterten Fenster und die Fassaden sind bezeichnende Merkmale der damaligen Amtsbauten. Das Hofareal war von hohen Steinmauern eingefriedet, die noch teilweise erhalten sind.

1806

Bis 1806 diente das Gebäude als „Einnehmerhaus“ und danach als Forstdienststelle. (Burgfähnlein Parkstein 1997 e.V.)

Försterhaus Parkstein 1891
Försterhaus Parkstein 1891

1965

„Zur Benutzung als Aufenthaltsort und Überlassung für Gruppenstunden und Freizeitgestaltung der Kathol. Pfarrjugend in Parkstein werden im Forstdienstanwesen Parkstein Nr. 54 vermietet: Raum Nr. 6 (Zimmer), Raum 6a (Zimmer), Raum 7 (Zimmer), Raum 8 (Wohnungsflur), Raum 9 (Speise), Raum 10 (Küche), Raum 10a (Bad und Klosett), dazu die Kellerräume Nr. 3 und 4. Die anrechenbare Wohnfläche beträgt 97,69 qm. Die Benutzung dieser Räume erfolgt 2mal in der Woche. Die Küchen ist ausgestattet mit einem Küchenherd und einem Spülbecken. Im Raum 10a befindet sich eine Badewanne mit Kohlebadeofen, Spülklosett und Handwaschbecken. Der Hof steht zur gemeinsamen Benutzung mit dem Dienstwohnungsinhaber des 1. Stockes zur Verfügung. Das Mietverhältnis beginnt am 1.12.1965. ...“ Mietvertrag (38)

1966

„Durch Entgegenkommen des Forstamtes Weiden ist es mir seit einem Jahr möglich (seit 1.12.1965), für die Pfarrjugend die frei gewordenen Räume im Erdgeschoß des neben der Pfarrkirche stehenden Forstgebäudes gegen eine bescheidene Miete zu benützen. (Bis zum 30.09.1967 zahlte das Pfarramt an die Forstdirektion monatlich 35,- DM für die Nutzung des Gebäudes durch die Kath. Pfarrjugend.)
Nun ist dieses Forstgebäude zum Verkauf angeboten. Da für die Jugend bis jetzt kein anderer Raum zur Verfügung steht, bin ich im Interesse der Jugendbetreuung am Erwerb dieses Gebäudes brennend interessiert.“ Pfr. Andreas Greger, 17.11.1966 (38)

1967

Am 2. Oktober 1967 kaufte die Kirchenstiftung Parkstein das Forstdienstgebäude, um es als Jugendheim zu nutzen.
„Maßgeblich läßt sie sich dabei bestimmen von der Notwendigkeit, für die Betreuung und Freizeitgestaltung der Jugend endlich ein Gebäude zu bekommen, das zudem mit Kirche und Pfarrhof eine abgerundete Einheit auch in räumlicher Hinsicht bildet. Freilich bedarf das Gebäude zum Zwecke der Jugendbetreuung einer erheblichen räumlichen Umgestaltung und Neugestaltung, was die Kirchenverwaltung vor schier untragbare finanzielle Belastungen stellt.“
Kirchenverwaltung Parkstein an das Forstamt Weiden, 11. Nov. 1966 (38)

„Verkauf des ehemaligen Forstdienstanwesens Parkstein: Zwischen dem Freistaat Bayern – Forstverwaltung – vertreten durch den Vorstand des Forstamtes Weiden, Herrn Oberforstmeister Hellmuth Kallina und der Kath. Kirchenverwaltung Parkstein, vertreten durch Herrn Pfarrer Andreas Greger, dieser ermächtigt durch Kirchenverwaltungsbeschluß vom 28.09.1967, wird mit Genehmigung der Oberforstdirektion Regensburg nachstehender Vertrag geschlossen: Der Freistaat Bayern (Forstverwaltung) verkauft hiermit an die Kath. Kirchenverwaltung Parkstein das in der Gemarkung Parkstein gelegene, im Grundbuch des Amtsgerichts Neustadt a.d. Waldnaab für Parkstein Band 11, Blatt 459 beschriebene Anwesen mit Hofraum und Garten zu 0,1160 ha zum Kaufpreis von 20.000,- DM. ... Die Käuferin verpflichtet sich, daß der jeweilige Inhaber der Forstdienststelle Parkstein einen dem Familienstand angemessenen Teil des Wohnhauses bis zur Bezugsfertigkeit des Ersatzneubaues, längstens bis 1. August 1971, wohnlich nutzen kann. ...“
Urkunde Notariat Neustadt/WN, 2. Oktober 1967 (38)

1972

„Der Kath. Burschenverein Parkstein plant einen Umbau des Jugendheims. Es wird beabsichtigt, die rechte Wand des Billardzimmers herauszunehmen, und zur Stütze einen Träger einzuziehen. Dem Buschenverein würde dadurch ein größerer Raum für die Jugendarbeit, insbes. für die Abhaltung von Vorträgen und Versammlungen, zu Verfügung stehen.
Außerdem bittet der Kath. Burschenverein, angesichts der angespannten Finanzlage, um Übernahme der Stromrechnung, wie dies bei der Jugendgruppe Parkstein bereits der Fall ist. ...“
Schreiben vom 20.2.1972 Burschenverein an Kirchenverwaltung (38)

1973

wird das Jugendheim umgebaut: Abbruch einer Zwischenmauer, Erneuerung des Innenputzes, Elektroinstallation, Holzverkleidung an Wände, Verlegung der zentralen Ölversorgung einschl. neuer Ofenrohre. Das Jugendheim beinhaltet sieben Räume (ca. 180 qm), davon 1 Saal mit 54 qm und 6 Räume á 20 qm. (38)

1975

werden die Stuckdecken des Jugendheimes restauriert. (Fa. Preis, Parsberg, 31.07.1975) (38)

1980 - 1982   

Modernisierung des Jugendheimes: Baubeginn Mai 1980.   
Baumaßnahmen: 1 Kamin erneuern, sowie das gesamte Dach ausbessern; neue Kupferdachrinnen, 24 neue Weißholzfenster; neuer Außenputz (der alte wird in Eigenleistung abgeschlagen); Treppenhaus (Fliesen, Tünchen, Holzstufenbelag, Geländerstreichen; Haustüre streichen); mit Einbau eines Windfangvorhangs; Einbau eines Notausgangs; 2 Kellertüren streichen. (38)

1987

Einbau einer neuen WC-Anlage:
„Das Jugendheim Parkstein wird von zwei Gruppen benutzt
a) Die Jugendgruppe im Obergeschoß
b) Kath. Burschenverein im Erdgeschoß.
Nachdem die Benutzung der Jugendräume (OG), bzw. der Räume des Kath. Burschenvereins (EG) voneinander unabhängig stattfinden soll, muß für jede Gruppe die Benutzung einer geeigneten WC-Anlage möglich sein. Die jetzige WC-Anlage im EG befindet sich in einem nicht tragbaren Zustand - Zugang durch Küche.“ (38)

1999 Umbau und Generalsanierung

vor Umbau und Sanierung
Außen:

Dach: Abbruch und Neueindeckung des Walmdaches mit naturroten Biberschwanzziegeln;
Dachstuhl: Deckenbalken und Teile des Dachstuhls müssen saniert werden;
Außenwände: starke Risse, bzw. durch starke Durchfeuchtung beschädigt – Erneuerung des gesamten Außenputzes, Verpressung des Außenmauerwerkes wegen Standsicherheit;
Kamine: da keine Zentralheizung vorhanden, insgesamt vier mächtige Kamine, die wegen starker Beschädigung nicht mehr zu gebrauchen sind – Abbruch der Kamine und Neuerrichtung eines für die Heizungsanlage geeigneten Kamins;
Fenster: Alle Fenster müssen erneuert werden – in Form und Farbe müssen sie dem Anspruch des denkmalgeschützten Gebäudes entsprechen; Fenstergewände aus Granit werden gereinigt und fachgerecht ausgebessert;
Erneuerung der Dachrinnen, Dachabläufe, sowie Kaminverwahrungen und Fensterbleche mit Titanzinkblech;
Trockenlegung des kompletten Außenmauerwerkes durch Einbringen einer umlaufenden Drainage sowie Abdichtung des Sockelbereiches;
Erneuerung der gesamten Regenwasserentwässerung und der Kanalgrundleitungen innerhalb des Gebäudes.

Innen:

Erneuerung der kompletten Elektro- und Sanitärinstallation;
Erneuerung des Innenputzes sowie der Deckenverkleidung;
Erneuerung der Bodenbeläge mit Höhenausgleich in den verschiedenen Räumen;
komplette Erneuerung der Innentüren mit Einbau von feuerhemmenden Türabschlüssen im Treppenhaus;
Erneuerung des Hauseinganges;
Neuanstrich in allen Innenräumen;
Einbau einer neuen Heizungsanlage als Warmwasserzentralheizung;
Teilerneuerung der Sanitäreinrichtungen;
Abbruch der bestehenden Holztreppe und Erneuerung durch eine Stahlbetontreppe mit Natursteinbelag;
Erneuerung und Umgestaltung des Außen-Hauptaufganges;
Neugestaltung der umlaufenden Außenanlagen; insbesondere muss die einsturzgefährdete Stützmauer zum höher liegenden Innenhof abgebrochen und erneuert werden; auch müssen die bestehenden Treppenaufgänge zwischen der Stützmauer und dem Gebäude erneuert werden.
Im Bereich des Hauptzuganges wird eine kleine Fläche mit Granitsteinpflaster versehen.

2001

Der Neue Tag, 20.08.2001:

„Ein Freudentag für die Pfarrei – Saniertes Pfarr- und Jugendheim eingeweiht – Im Einklang mit Städtebausanierung:
Der 19. August wird als ein Freudentag in die bewegte Geschichte der Pfarrei Sankt Pankratius eingehen. Auch in den Annalen der Gemeinde wird dieses Datum besonders vermerkt bleiben. Mit einem finanziellen Kraftakt hat die Pfarrgemeinde das Pfarr- und Jugendheim saniert und am Sonntag eingeweiht. Dies fand in Gegenwart kirchlicher und weltlicher Würdenträger, sowie zahlreicher Gemeindeglieder statt. Um 9.45 Uhr bewegte sich, angeführt von der Jugendblaskapelle Parkstein unter Leitung von Alfons Steiner unter Teilnahme des Gemeinderates, der Kirchenverwaltung, des Pfarrgemeinderates und der örtlichen Vereine mit ihren Fahnenabordnungen ein langer Kirchenzug vom Rathaus zur Pfarrkirche. Den feierlichen Festgottesdienst im gefüllten Gotteshaus zelebrierten Diözesanfinanzdirektor Prälat Robert Hüttner und Geistlicher Rat Pfarrer Leonhard Schinner. Auf der Freitreppe des nun in vollem Glanz strahlenden Pfarr- und Jugendheimes erfolgte der Weiheakt. Kirchenpfleger Wolfgang Hösl begrüßte die Gäste. Seiner Meinung nach hat sich Architekt Dipl.Ing. Josef Schöberl besondere Verdienste bei der Maßnahme erworben. Stellvertretender Landrat Willi Neuser beglückwünschte mit herzlichen Worten persönlich und im Namen des verreisten Landrats Simon Wittmann die Pfarrgemeinde, die Jugend und die Marktgemeinde zu diesem Schmuckkästchen. „Das Haus steht nun, jetzt kommt es darauf an, es mit Leben zu erfüllen“.

  • Pfarr- und Jugendheim im Jahr 2001

Zweiter Bürgermeister Hans Wittmann erinnerte daran, dass das Vorhaben der Katholischen Kirchenstiftung vom Marktgemeinderat ausdrücklich begrüßt und mit erheblichen Mitteln, sowohl von der Gemeinde als auch mit Staatsmitteln gefordert wurde. „Wir freuen uns, dass es dem Architekten so hervorragend gelungen ist, die Renovierung im Sinne der zurzeit in der Marktgemeinde laufenden Städtebausanierung zu gestalten.“Ebenso bedankten sich die Vorsitzenden des Katholischen Burschenvereins, Johannes Kneißl, und der Katholischen Jugendgruppe, Florian Dütsch, für dieses moderne Haus. Und Architekt Schöberl sagte, „dass sich mir mit diesem Bauvorhaben keine leichte, aber dennoch interessante und nicht alltägliche Aufgabe gestellt hat. Alle Anforderungen, wie der behutsame Umgang mit der bestehenden Substanz, die Berücksichtigung des Denkmalschutzes und der Einklang mit der Städtebausanierung mussten in die Planung einfließen. Auch die Funktionalität und die Wirtschaftlichkeit eines Pfarr- und Jugendheimes mussten berücksichtigt werden.
“Symbolisch überreichte Architekt Josef Schöberl einen großen gebackenen Schlüssel an den Hausherrn Pfarrer Leonhard Schinner. Dieser Tag bedeutete auch für ihn einen Höhepunkt in seiner in diesen Tagen zu Ende gehenden 20jährigen Seelsorgearbeit.
Am Nachmittag stand das Haus für die Bevölkerung zur Besichtigung offen.“ (44)

Pfarr- und Jugendheim im Jahr 2001

Quellenangaben

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